
Hallo, ich bin Julia. Ich erzähle dir von meinem Leben in Österreich. Den Text zum Mitlesen findest du auf leichterdeutschlernen.com.
Gestern am Abend habe ich mit meinem Mann Jan gemeinsam begonnen, die neue Netflix Serie über Arnold Schwarzenegger zu schauen.
Berühmt wurde Arnold in Amerika, aber seine Kindheit und Jugend hat er in Österreich verbracht. Er wurde Neunzehnsiebenundvierzig in Graz geboren und hat dann mit seinen Eltern und seinem Bruder in Thal in der Steiermark gelebt. Seine Erziehung war wie damals in vielen Familien üblich sehr streng.
Mit vierzehn Jahren hat Arnold mit seinem Bodybuilding Training und mit dem Gewichtheben begonnen. Er war sehr ehrgeizig und hat seine Ziele immer konsequent verfolgt. Arnold sagt, dass er seine Träume immer visualisiert hat. Er hatte sich also die Bilder und ganze Szenen von seinem zukünftigen Erfolg jeweils schon vorgestellt, als hätte er sie schon erlebt. Zum Beispiel hat er das jubelnde Publikum, das ihn mit „Arnold“ Rufen angefeuert hat, schon lange vor seinem Erfolg gehört und gesehen.
Mit neunzehn Jahren ist er nach München gegangen, um noch intensiver trainieren zu können. Dort hat er in einem Fitnessstudio gearbeitet und trainiert. München war aber nur ein Zwischenstop. Gleich mit einundzwanzig Jahren ging er nach Amerika. Damals wurde man in diesem Alter erst volljährig. Dort hat er sich bessere Chancen ausgerechnet, berühmt zu werden und damit hatte er wohl recht. Bis heute ist Arnold der erfolgreichste Bodybuilder aller Zeiten geblieben. Er war fünf Mal Mister Universum und sieben Mal Mister Olympia. Doch das war ihm nicht genug. Er suchte immer nach neuen Herausforderungen, wenn er in einem Bereich alles erreicht hatte.
So wollte er Schauspieler werden, obwohl er keine Schauspielausbildung hatte. Ziemlich schnell hat er eine Rolle bekommen. Er wurde Arnold Strong genannt. Die Produzenten meinten, Schwarzenegger sei für Amerikaner zu schwierig auszusprechen. Der Film wurde leider gar nicht erfolgreich. Daraufhin wurde er einige Jahre lang nicht engagiert. Er hat noch sehr schlecht Englisch gesprochen und sein österreichischer Akzent war dominant. Außerdem wurde ihm gesagt, dass es für jemanden mit dem Körper eines Bodybuilders in einem Hollywoodfilm keine Rollen gibt.
Bei minderwertigen Filmen wollte Arnold nicht mitmachen. Er hatte es nicht nötig, einen schlechten Job anzunehmen, da er nach eigener Aussage bereits Millionär durch Immobiliengeschäfte war. So vergingen die Jahre ohne Engagement. Schließlich konnte sein Agent ein Vorsprechen bei einem berühmten Filmemacher organisieren. Das hat nicht einmal zwei Minuten gedauert, weil Schwarzenegger den Mann gleich bei der Begrüßung beleidigt hat, weil er so klein war. Irgendwie kam es doch dazu, dass Arnold bei einem Film mit diesem Produzenten mitmachen durfte. Das war „Conan der Barbar“. Arnold musste alle Stunts selber machen, da es keinen Stuntman mit einer annähernd ähnlich muskulösen Figur gab.
Der Film wurde sehr erfolgreich. Das war der Anfang einer ganzen Reihe von in den siebziger Jahren modern werdenden Actionfilmen. Der bekannteste war wohl „Terminator“ mit dem berühmten Filmzitat „I‘ ll be back.“ Dieser Satz wäre vom Autor anders formuliert gewesen, doch Arnold hat ihn in dieses berühmte Zitat geändert.
Der österreichische Ausdruck „Servus“
Schwarzenegger hat nie versucht, seine österreichische Heimat zu verleugnen. So hat er in Interviews oft die österreichische Begrüßung „Servus“ verwendet. Mit Servus kann man jemanden zu dem man „du“ sagt begrüßen und sich verabschieden. Das Wort stammt aus der lateinischen Sprache und ist eine Abkürzung von „Servus humillimus“. Das bedeutet demütigster Diener. Man hat damit vor sehr langer Zeit also seinem Gegenüber seinen Respekt und seine Demut gezeigt. Heute wird es einfach als freundlicher Gruß unter Freunden verwendet.
Arnold war mit Maria Shriver verheiratet, einer Nichte von dem ehemaligen Präsident der USA John F. Kennedy. Kennengelernt haben sich die beiden bei einem Tennisturnier. Dazu wurde Arnold von der Familie Kennedy als Spieler eingeladen, obwohl er nicht Tennis spielen konnte. Er hat zum Spaß zugesagt und einfach mitgemacht. Er hat aus seinem Tennisspiel eine Show gemacht, hat ohne Shirt gespielt und anscheinend Maria beeindruckt. Gleich nach dem Turnier sind sie gemeinsam im Tennisgewand mit dem Privatflugzeug zu einer Party geflogen. Das war der Anfang einer fünfunddreißig Jahre langen Ehe.
Dank Marias Familie hatte Arnold einen guten Einblick in die amerikanische Politik. Die hat ihn immer mehr interessiert. Da er als Schauspieler wie damals als Bodybuilder bereits alles erreicht hat, was man erreichen kann, hat er die Politik als neue Herausforderung gesehen. Maria war anfangs nicht begeistert davon. Immerhin ist ihr Onkel John F. Kennedy als Politiker bei einem Attentat ums Leben gekommen. Trotzdem hat sie bald entschieden, ihren Ehemann bei seiner politischen Karriere zu unterstützen. Gute Freunde von ihm, haben ihn gefragt, ob er verrückt sei, dass er mit dem Schauspielen aufhört, obwohl er zwanzig Millionen Dollar pro Film verdient. Sie haben ihm auch nicht zugetraut, als Politiker erfolgreich sein zu können. Das hat ihn erst recht motiviert, es schaffen zu wollen.
Und er hat es geschafft. Gleich bei seiner ersten Kandidatur als Quereinsteiger wurde er zum Gouverneur von Kalifornien gewählt.
Vor zwei Jahren, also zwanzigeinundzwanzig, haben sich Maria und Arnold scheiden lassen. Der Auslöser zur Scheidung war ein uneheliches Kind, das Arnold so ähnlich gesehen hat, dass er es vor seiner Frau nicht abstreiten konnte.
Ganz neu gibt es auch eine Fernsehserie mit dem Namen „Fubar“ in der Arnold mit seinen fünfundsiebzig Jahren eine Hauptrolle spielt. Die schauen wir uns dann als nächstes an!
Wenn dir diese Folge gefallen hat, abonniere den Podcast, dann versäumst du keine Ausgabe mehr. Ich freu mich auch über eine gute Bewertung. Bis zum nächsten Mal!
Hallo, ich bin Julia. Ich erzähle dir von meinem Leben in Österreich. Den Text zum Mitlesen findest du auf leichterdeutschlernen.com.
Gestern am Abend habe ich mit meinem Mann Jan gemeinsam begonnen, die neue Netflix Serie über Arnold Schwarzenegger zu schauen.
Berühmt wurde Arnold in Amerika, aber seine Kindheit und Jugend hat er in Österreich verbracht. Er wurde Neunzehnsiebenundvierzig in Graz geboren und hat dann mit seinen Eltern und seinem Bruder in Thal in der Steiermark gelebt. Seine Erziehung war wie damals in vielen Familien üblich sehr streng.
Mit vierzehn Jahren hat Arnold mit seinem Bodybuilding Training und mit dem Gewichtheben begonnen. Er war sehr ehrgeizig und hat seine Ziele immer konsequent verfolgt. Arnold sagt, dass er seine Träume immer visualisiert hat. Er hatte sich also die Bilder und ganze Szenen von seinem zukünftigen Erfolg jeweils schon vorgestellt, als hätte er sie schon erlebt. Zum Beispiel hat er das jubelnde Publikum, das ihn mit „Arnold“ Rufen angefeuert hat, schon lange vor seinem Erfolg gehört und gesehen.
Mit neunzehn Jahren ist er nach München gegangen, um noch intensiver trainieren zu können. Dort hat er in einem Fitnessstudio gearbeitet und trainiert. München war aber nur ein Zwischenstop. Gleich mit einundzwanzig Jahren ging er nach Amerika. Damals wurde man in diesem Alter erst volljährig. Dort hat er sich bessere Chancen ausgerechnet, berühmt zu werden und damit hatte er wohl recht. Bis heute ist Arnold der erfolgreichste Bodybuilder aller Zeiten geblieben. Er war fünf Mal Mister Universum und sieben Mal Mister Olympia. Doch das war ihm nicht genug. Er suchte immer nach neuen Herausforderungen, wenn er in einem Bereich alles erreicht hatte.
So wollte er Schauspieler werden, obwohl er keine Schauspielausbildung hatte. Ziemlich schnell hat er eine Rolle bekommen. Er wurde Arnold Strong genannt. Die Produzenten meinten, Schwarzenegger sei für Amerikaner zu schwierig auszusprechen. Der Film wurde leider gar nicht erfolgreich. Daraufhin wurde er einige Jahre lang nicht engagiert. Er hat noch sehr schlecht Englisch gesprochen und sein österreichischer Akzent war dominant. Außerdem wurde ihm gesagt, dass es für jemanden mit dem Körper eines Bodybuilders in einem Hollywoodfilm keine Rollen gibt.
Bei minderwertigen Filmen wollte Arnold nicht mitmachen. Er hatte es nicht nötig, einen schlechten Job anzunehmen, da er nach eigener Aussage bereits Millionär durch Immobiliengeschäfte war. So vergingen die Jahre ohne Engagement. Schließlich konnte sein Agent ein Vorsprechen bei einem berühmten Filmemacher organisieren. Das hat nicht einmal zwei Minuten gedauert, weil Schwarzenegger den Mann gleich bei der Begrüßung beleidigt hat, weil er so klein war. Irgendwie kam es doch dazu, dass Arnold bei einem Film mit diesem Produzenten mitmachen durfte. Das war „Conan der Barbar“. Arnold musste alle Stunts selber machen, da es keinen Stuntman mit einer annähernd ähnlich muskulösen Figur gab.
Der Film wurde sehr erfolgreich. Das war der Anfang einer ganzen Reihe von in den siebziger Jahren modern werdenden Actionfilmen. Der bekannteste war wohl „Terminator“ mit dem berühmten Filmzitat „I‘ ll be back.“ Dieser Satz wäre vom Autor anders formuliert gewesen, doch Arnold hat ihn in dieses berühmte Zitat geändert.
Der österreichische Ausdruck „Servus“
Schwarzenegger hat nie versucht, seine österreichische Heimat zu verleugnen. So hat er in Interviews oft die österreichische Begrüßung „Servus“ verwendet. Mit Servus kann man jemanden zu dem man „du“ sagt begrüßen und sich verabschieden. Das Wort stammt aus der lateinischen Sprache und ist eine Abkürzung von „Servus humillimus“. Das bedeutet demütigster Diener. Man hat damit vor sehr langer Zeit also seinem Gegenüber seinen Respekt und seine Demut gezeigt. Heute wird es einfach als freundlicher Gruß unter Freunden verwendet.
Arnold war mit Maria Shriver verheiratet, einer Nichte von dem ehemaligen Präsident der USA John F. Kennedy. Kennengelernt haben sich die beiden bei einem Tennisturnier. Dazu wurde Arnold von der Familie Kennedy als Spieler eingeladen, obwohl er nicht Tennis spielen konnte. Er hat zum Spaß zugesagt und einfach mitgemacht. Er hat aus seinem Tennisspiel eine Show gemacht, hat ohne Shirt gespielt und anscheinend Maria beeindruckt. Gleich nach dem Turnier sind sie gemeinsam im Tennisgewand mit dem Privatflugzeug zu einer Party geflogen. Das war der Anfang einer fünfunddreißig Jahre langen Ehe.
Dank Marias Familie hatte Arnold einen guten Einblick in die amerikanische Politik. Die hat ihn immer mehr interessiert. Da er als Schauspieler wie damals als Bodybuilder bereits alles erreicht hat, was man erreichen kann, hat er die Politik als neue Herausforderung gesehen. Maria war anfangs nicht begeistert davon. Immerhin ist ihr Onkel John F. Kennedy als Politiker bei einem Attentat ums Leben gekommen. Trotzdem hat sie bald entschieden, ihren Ehemann bei seiner politischen Karriere zu unterstützen. Gute Freunde von ihm, haben ihn gefragt, ob er verrückt sei, dass er mit dem Schauspielen aufhört, obwohl er zwanzig Millionen Dollar pro Film verdient. Sie haben ihm auch nicht zugetraut, als Politiker erfolgreich sein zu können. Das hat ihn erst recht motiviert, es schaffen zu wollen.
Und er hat es geschafft. Gleich bei seiner ersten Kandidatur als Quereinsteiger wurde er zum Gouverneur von Kalifornien gewählt.
Vor zwei Jahren, also zwanzigeinundzwanzig, haben sich Maria und Arnold scheiden lassen. Der Auslöser zur Scheidung war ein uneheliches Kind, das Arnold so ähnlich gesehen hat, dass er es vor seiner Frau nicht abstreiten konnte.
Ganz neu gibt es auch eine Fernsehserie mit dem Namen „Fubar“ in der Arnold mit seinen fünfundsiebzig Jahren eine Hauptrolle spielt. Die schauen wir uns dann als nächstes an!
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